Indien hat seine Regeln für kommerzielle Kommunikation geändert, um Caller-ID‑ und Anruf‑Management‑Apps zu verpflichten, Spam‑Meldungen von Nutzern an die Telekommunikationsanbieter weiterzuleiten – ein Schritt, den Truecaller als wettbewerbswidrig kritisiert. Nach der neuen Verordnung, die von der Telecom Regulatory Authority of India (TRAI) erlassen wurde, müssen Apps, die Nutzern das Markieren von Spam ermöglichen, diese Meldungen an eine von den Telekommunikationsanbietern betriebene, blockchain‑basierte Plattform senden, um Anti‑Spam‑Regeln durchzusetzen. Der Regulierer erklärt, dass die Änderung das Datenvolumen an Spam‑Informationen, das für Maßnahmen gegen Spammer zur Verfügung steht, erweitern soll, indem App‑Meldungen direkt mit der Durchsetzungs‑Infrastruktur der Telekommunikation verbunden werden. Truecaller, das Indien als seinen größten Markt mit über 350 Millionen monatlich aktiven Nutzern betrachtet, argumentiert, dass die Vorgabe einen einseitigen Datenaustausch schafft, der wertvolle Informationen an die Telekommunikationsanbieter überträgt. Die Regelung hält zudem an früheren Beschränkungen fest, die Call‑Management‑Apps daran hindern, Anrufe aus bestimmten Nummernreihen, die für Werbe‑ und Servicekommunikation verwendet werden, pauschal zu blockieren oder als Spam zu kennzeichnen, trotz Einwänden von Truecaller. Rechts‑ und Politikexperten wiesen darauf hin, dass die Verpflichtung technische, jurisdiktionale und Durchsetzungsfragen aufwirft, etwa wie nicht‑telekommunikative Apps konform gehen müssen und welche genauen Informationen übermittelt werden müssen. Warum das wichtig ist: Dieser regulatorische Schritt verbindet unterschiedliche Netzwerkschichten und zwingt populäre Caller-ID‑Apps, kritische Spam‑Intelligenz direkt an Indiens Telekommunikationsanbieter zu liefern.